Jahreshauptversammlung abgesagt

Veröffentlicht von Andreas Oppermann

 

Die für morgen, dem 13.3.2020 einberufene Jaheshauptversammlung ist leider abgesagt.

 

Bitte weitergeben.

 

19. Fachmesse Jagen Fischen Offroad - Abgesagt

Veröffentlicht von Andreas Oppermann

Die Fachmesse wurden leider abgesagt, hier die Stellungnahme des Geschäftsführers:

 

Dienstagabend haben wir eine schriftliche Verfügung des Gesundheitsamtes des Vogelsbergkreises erhalten, dass wir die Jagen Fischen Offroad vom 20 -22.03.2020 auf Grund von Ansteckungsgefahr durch Corona-Virus (Covid-19) nicht durchführen dürfen.
Bis gestern haben wir noch an der Veranstaltung fest gehalten, da es sich lediglich um eine Empfehlungen des Bundesgesundheitsministers Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Besuchern nicht mehr durchzuführen handelte.

Diese Situation bedauern wir sehr aber die Gesundheit der Besucher, Aussteller Mitarbeiter  und allen Beteiligten geht vor.

Wir werden unter Berücksichtigung der aktuellen Entwicklung einen Ausweichtermin für dieses Jahr bekannt geben.

 

 

 

 

Jagdscheinverlängerung und Erteilung

Veröffentlicht von Andreas Oppermann

Der Landesjagdverband Hessen wies am 22.02.2020 auf Hessenweite Probleme mit der Erteilung und Verlängerung der Jagdscheine hin:

https://ljv-hessen.de/aktuell-werden-in-hessen-keine-jagdscheine-erteilt-oder-verlaengert/

 

Ich habe dies und verschiedene Gerüchte zum Anlass genommen um stellvertretend für die Mitglieder des Jägerverein Lahn-Ohm e.V. Kontakt zu den unteren Jagdbehörden Marburg, Gießen und Lauterbach aufzunehmen.

 

Noch liegen mir nicht alle Antworten vor, sobald diese eintreffen werde ich sie nachreichen.

 

  • Marburg:

Aktuell ist keine sofortige Bearbeitung von Erteilungen oder Verlängerungen von Jagdscheinen möglich.

Herr Jugel bittet möglichst um eine Mail in der um die Überprüfung beim Verfasssungsschutz für die Ausstellung des Jagdscheins gebeten wird. Die Mail ist an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! zu richten.

Der Waffenbesitz und die Jagdpacht ist von dieser kurzfristigen Problematik nicht betroffen.

Munition sollte jedoch an einen Berechtigten übergeben werden.

 

  • Gießen:

Herr Scheffler bittet um eine telefonische Absprache, bevor jemand umsonst nach Gießen faehrt (0641-9390-2242) und hofft auf eine baldige Lösung, so dass es gar nicht erst zu abgelaufenen Jagdscheinen kommt. Die Jäger sollten sich möglichst bis Mitte der 10 KW melden.

 

Herr Eberlein bevorzugt die pragmatische Lösung, dass Munition vorerst beim Eigentümer verbleibt. Es empfiehlt sich jedoch die zuständigen Behörden sicherheitshalber zu informieren (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!)

 

  • Lauterbach:

 

Herr Leinberger hat heute alle Jäger, deren Jagdscheinverlängerung bzw die Jagdscheinerteilung zum 1.4.2020 ansteht, informiert.

Er bittet ausdrücklich darum aktuell von weiteren Anfragen abzusehen.

Für eine möglichst Reibungslose Bearbeitung soll der Antrag mit den notwendigen Unterlage, jedoch ohne den Jagdschein, auf dem Postweg eingereicht werden. Die UJB wird, sobald die Jagdscheinerteilung wieder möglich ist, die Antragsteller kontaktieren und um den Jagdschein bitten.

Um möglichst eine rechtzeitige Verlängerung des Jagdscheines zu ermöglichen, wird gebeten den Antrag schnellstmöglich zu übersenden. Es erleichtert die Bearbeitung, wenn Sie Ihren Antrag direkt an die folgende Mailadresse der Jagdbehörde übermitteln: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Erst mit Ihrer Antragstellung bei der Jagdbehörde erklären Sie sich mit der Anfrage durch unsere Behörde beim Hess. Landesamt für Verfassungsschutz einverstanden.

Sollte jemand den Antrag brauchen, bitte bei mir melden.

 

  • Allgemeines:

Bitte daran denken, dass Kurzwaffenmunition nicht über den Jagdschein erworben wird. Da wir keine Rechtsberatung anbieten können und wollen sollten sich die Betroffenen selbst die einschlägigen Gesetze anschauen.

Die unteren Jagdbehörden werden wahrscheinlich am 27.2.2020 im Rahmen einer Dienstbesprechung ein gemeinsames Vorgehen absprechen. An diesem Termin sind die Behörden geschlossen.

 

Ein automatisierter Datenabgleich zwischen den unteren Jagdbehörden und der Landesverfassungsschutzbehörde wird erst ab April 2020 möglich sein.

Um dennoch einen möglichst zügigen Abgleich zu ermöglichen, hat das Landesamt zusätzliches Personal eingestellt, um die Namen der Antragsteller auf Erteilung bzw. Verlängerung eines Jagdscheins händisch prüfen zu können.

Das Landesamt für Verfassungsschutz ist bemüht, diese Prüfung möglichst kurzfristig durchzuführen; es weist allerdings auch darauf hin, dass die Prüfung länger dauern wird als ein automatisierter Abgleich und dass die Zeit für die Überprüfung abhängig ist von der Anzahl der eingehenden Anträge.

 

 

Polizeikontrolle: Jäger transportiert Waffe nicht ordnungsgemäß

Veröffentlicht von Peter Glinski
 
Der Jäger hatte seine Waffe auf der Rücksitzbank liegen

 

Zwei Beamte der Polizeiinspektion Daun kontrollierten in der Nacht von Samstag auf Sonntag einen Autofahrer nahe Pelm (Landkreis Vulkaneifel, Rheinland-Pfalz). Während der Kontrolle stellte sich heraus, dass der 47-Jährige Jäger ist. Da er sich nach eigenen Angaben auf dem Rückweg von der Jagd befand, transportierte er seine Langwaffe auf der Rücksitzbank des Pkw.

Strafverfahren eingeleitet

Nach Angaben der Polizei lag die Waffe jedoch „zugriffs- und schussbereit“ im Pkw. Genauer: Das Gewehr war unterladen und befand sich in keinem abgeschlossenem Futteral. Laut einem Sprecher der Polizeiinspektion liege hier ein Verstoß gegen das Waffengesetz vor, da der Jäger die Waffe hätte entladen müssen. Ein Strafverfahren wurde deshalb eingeleitet. Nachdem der Waidmann sein Gewehr ordnungsgemäß entlud und verwahrte, durfte er seine Fahrt fortsetzen.

Waffengesetzänderung: Das sollten Jäger beachten

Veröffentlicht von Peter Glinski

                                        

Nachtsichtvorsatzgeräten dürfen weiterhin nur in einigen Bundesländern verwendet werden.

 

Zunächst etwas Grundsätzliches: Waffen- und Jagdgesetze sind zwei paar Schuhe. Das ist insofern wichtig, dass z.B. Nachtsichtvor- und aufsatzgeräte mit in Kraft treten des neuen Waffengesetzes für Jäger erlaubt sind (§ 40 Absatz 3). Unberührt davon sind allerdings jagdrechtliche Verbote. Das heißt, in Bundesländern, in denen diese Technik jagdrechtlich nicht zugelassen ist, bleibt sie auch in Zukunft verboten. Nach derzeitigem Stand erlauben nur Brandenburg, Sachsen und Baden-Württemberg die Nutzung. Bayern lässt sie per Ausnahmegenehmigung zu. 

Fazit: Nicht alles, was das neue Waffengesetz erlaubt, dürfen wir automatisch bundesweit jagdlich anwenden/ nutzen! Im folgenden Abschnitt beantworten wir bezüglich des neuen WaffG kurz und bündig die wichtigsten praxisnahen Fragen:

 

Ab wann tritt das neue Waffengesetz in Kraft?

Das neue WaffG tritt erst in Kraft, wenn es im Bundesgesetzblatt (BGBl.) veröffentlicht ist. Ob dies morgen oder in vier Wochen der Fall sein wird, steht in den Sternen. Ist kein besonderes Datum des Inkrafttretens im Gesetz genannt, gilt es automatisch ab dem 14. Tag nach der Ausgabe des Bundesgesetzblattes. Das Gesetz soll Übergangfristen beinhalten. Bis zum in Kraft treten gilt „altes“ bzw. aktuelles Recht!

Dürfen Taschenlampen zur Jagd eingesetzt werden?

Nein, Jäger dürfen künstliche Lichtquellen (z.B. Taschenlampen, IR-Strahler) nach wie vor nicht benutzen. Dies besagen das Bundesjagdrecht (BJagdG § 19 Absatz 1 Nummer 5 Buchstabe a) und auch die Landesjagdgesetze zahlreicher Länder. Erlaubt ist der Einsatz von Taschenlampen laut Landesrecht aber beispielsweise in Brandenburg, Sachsen und Rheinland-Pfalz. Allerdings dürfen diese Geräte auch dort weder an der Waffe noch an der Zieloptik befestigt werden, denn dies untersagt wiederum das WaffG (WaffG Anlage 2 Abschnitt 1 Nummer 1.2.4.1).  

Dürfen Jäger Nachtsichtvor- oder aufsatzgeräte verwenden? 

Laut neuem WaffG dürfen Inhaber eines gültigen Jagdscheins Nachtsichtvor- und aufsatzgeräte nutzen (§ 40 Absatz 3). Jagdrechtliche Verbote bleiben davon jedoch unberührt. Nach derzeitigem Stand erlauben nur Brandenburg, Sachsen und Baden-Württemberg die Nutzung. In allen anderen Bundesländern ist die Technik per Jagdgesetz nach wie vor verboten. Bayern erteilt Ausnahmegenehmigungen bzw. beauftragt gewisse Personen.

 

Dürfen Nachtsichtvor- oder aufsatzgeräte mit ein- oder angebautem IR-Strahler eingesetzt werden?

Nein, auch die Montage von IR-Strahlern bleibt verboten (WaffG Anlage 2 Abschnitt 1 Nummer 1.2.4.1). Das bedeutet bezüglich Nachtsichttechnik, dass ebenso Optiken mit eingebautem IR-Strahler, auch wenn dieser abgeschaltet ist, nicht benutzt werden dürfen (z.B. Pard NV 007).  

Kommentar: Viele Restlichtverstärker können ihre Leistung nur mit zusätzlichem IR-Aufheller entfalten und dem Jäger ein helles Bild liefern. IR-Strahler sind daher enorm wichtig, um Nachtsichttechnik sinnvoll nutzen zu können. Wenn man das Gesetz in die Praxis transferiert, bedeutet das Folgendes: Der Jäger muss die künstliche Lichtquelle in der Hand halten oder am z.B. am Hochsitz montieren, sofern die jagdrechtliche Erlaubnis im jeweiligen Bundesland hinsichtlich Nutzung überhaupt besteht. Jagdpraktisch ist das natürlich Unsinn. Der Empfehlung der Ausschüsse des Bundesrates (Drucksache 363/1/19, S. 11, Punkt 10), dieses Verbot der Montage aufzuheben, wurde im neuen WaffG leider nicht Rechnung getragen – warum auch immer. 

Bemerkenswert ist, das in Bayern im Zuge der Beantragung bezüglich der Nutzung von „Dual-Use“ Nachtsichtvorsatzgeräten unter anderem die Montage von IR-Aufhellern erlaubt ist. Mit Stellen des Antrags wird nicht nur BJagdG § 19 Absatz 1 Nummer 5 Buchstabe a außer Kraft gesetzt (Verbot der Nutzung künstlicher Lichtquellen), sondern mithilfe des § 40 Abs. 2 WaffG auch der waffenrechtliche Weg geebnet, um Vorsatzgeräte und künstliche Lichtquellen montieren zu dürfen. Jagdpraktisch ist das deutlich sinnvoller. Allerdings sind die Erlaubnisse zeitlich und örtlich begrenzt. Außerdem verursacht der bayrische Weg erhöhten Verwaltungsaufwand.   

Dürfen Jäger Wärmebildvorsatzgeräte zum Schießen verwenden?

Es bleibt verboten, mit Wärmebildgeräten zu jagen sprich zu schießen. Im Gesetzestext ist nur von Nachtsicht die Rede, was eine klare Begrifflichkeit darstellt und nur Restlichtverstärker umfasst. Erst kürzlich hat dies Innenminister Horst Seehofer  (CSU) in einem Interview betont. Zum Beobachten ist Wärmebildtechnik nach wie vor zugelassen.

Dürfen Jäger Nachtzielgeräte mit eingebautem Absehen und Montagevorrichtung nutzen?

Nein. Diese Optiken sind nach wie vor verboten. Umgang sowie Besitz sind strafbar.

Darf zukünftig jeder Jäger einen Schalldämpfer erwerben und nutzen?

Schalldämpfer dürfen von Jägern laut neuem WaffG bundesweit erworben und in Verbindung mit Zentralfeuerpatronen benutzt werden. Jagdrechtliche Verbote bleiben, wie auch bei der Nutzung von Nachtsichtvor- und aufsatzgeräten, davon unberührt. Das Landesjagdgesetz Hamburg verbietet die Nutzung. Bremen und Bayern erteilen Ausnahmegenehmigungen (Landesjagdgesetze beachten). Alle anderen Länder erlauben jagdrechtlich die Nutzung. Ein Voreintrag ist laut neuem WaffG nicht mehr nötig. Allerdings müssen die Schalldämpfer innerhalb einer Frist von zwei Wochen in die WBK eingetragen werden. 

Gibt es neue Regelungen bezüglich der Magazinkapazitäten?

Ja, Langwaffenmagazine mit einer Kapazität von mehr als zehn Schuss und Kurzwaffenmagazine mit einer Kapazität von mehr als 20 Schuss werden zu verbotenen Gegenständen. Es gilt jedoch Bestandsschutz. Dafür muss der Besitzer die Magazine aber bei der Behörde melden.

Dürfen Jäger in Waffenverbotszonen Messer mit feststehender oder feststellbarer Klinge mit einer Klingenlänge von über vier Zentimeter führen? 

Inhaber einer waffenrechtlichen Erlaubnis oder Angler dürfen in Waffenverbotszonen solche Messer führen. Allerdings besteht dieses Bedürfnis bei Anglern vermutlich nur, wenn sich diese Personen beispielsweise auf dem Weg zum Angeln befinden. Der private Besuch auf dem Weihnachtsmarkt stellt wahrscheinlich kein Bedürfnis dar, eines der genannten Messer in Waffenverbotszonen zu führen. Jäger sollen von den Verboten generell ausgenommen sein, da diese im Rahmen ihrer waffenrechtlichen Erlaubnis auf Zuverlässigkeit überprüft wurden. Im Übrigen sei darauf hingewiesen, dass Messer mit feststehender oder feststellbarer mit mehr als 12 cm Klingenlänge, beispielsweise Abfangmesser, bei privaten Autofahrten nichts in der Mittelkonsole des Wagen zu suchen haben. Diese dürfen bei privaten Fahrten nur zugriffsgeschützt transportiert werden – beispielsweise im abgeschlossenen Handschuhfach.

Kommentar: Wer auf Nummer sicher gehen möchte – egal ob Angler oder Jäger – nimmt Messer mit feststehender oder feststellbarer Klinge mit mehr als 4 cm Klingenlänge nicht mit in Waffenverbotszonen!

 Sicherheitshalber über haupt keine Messen mitnehmer. Nagelknipser werden als nächstes per gesetz verboten. PG.