ASP: Abschussprämie in Bayern auf 100 Euro erhöht

 
Das bayerische Umweltministierum baut sein Anreizprogramm zur intensiven Schwarzwildbejagung aus: Für jedes erlegte Wildschwein sollen 100 Euro Prämie gezahlt werden.

 

 

Am Sonntag gab ein Sprecher des bayerischen Umweltministeriums bekannt, dass neue Maßnahmen im Kampf gegen die Afrikanische Schweinepest auf den Weg gebracht werden. Die bisherige Wildschwein-Prämie von 20 Euro, soll in den nördlichen und östlichen Landkreisen auf 100 Euro angehoben werden. Darunter fallen alle Landkreise, die an Sachsen, Thüringen sowie Tschechien angrenzen. Laut dem Umweltministerium greift die Abschussprämie ab dem neuen Jagdjahr. „Das Verfahren und die Durchführung läuft wie bisher durch das Landesamt für Gesundheit und Lebenmittelsicherheit (LGL)“, heißt es weiter.

Drohneneinsätze geplant

Eine weitere Präventionsmaßnahme ist die Dokumentation der Wildschweindichte sowie deren Wanderbewegungen mithilfe von Drohnen. Diese Maßnahme findet im Rahmen eines vom Umweltministeriums finanzierten Projektes statt. Die Leitung übernimmt das LGL. Die gewonnen Informationen sollen an die Jäger weitergegeben werden, wodurch sich diese auf eine noch gezieltere Bejagung fokussieren können. „Über die Details der Umsetzung werden die beteiligten Verbände und die Jägerschaft nach Abschluss der Vorbereitungen zeitnah informiert“. Derzeit werde das Konzept erarbeitet.

Mobile Zäune für den Ernstfall

Ebenfalls zum neuen „ASP-Abwehr-Paket“ zählen 150 Kilometer Wild- und Elektrozäune sowie ein 100 Kilometer langer Duftzaun. Diese sollen bei einem Ausbruchsfall in einem benachbarten Land unverzüglich aufgebaut werden. Bestehende Wildzäune entlang der Autobahnabschnitte Aschaffenburg–Bayreuth sowie Hof–Passau werden auf Lücken überprüft und gegebenenfalls geschlossen.

 

 

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