Pressemitteilung LJV Hessen

Veröffentlicht von Peter Glinski

 

Mitglieder-Newsletter

Liebe Jägerinnen und Jäger,

Sie erhalten eine Pressemitteilung des Landesjagdverbandes Hessen zur Information:
 

Schwarzer Tag für Hausbesitzer und den Artenschutz

12.06.2018 (Bad Nauheim). Die heute vom hessischen Umweltministerium veröffentlichten Managementpläne für den Umgang mit invasiven Arten wie z. B. den Waschbären stehen dem Artenschutz aber auch den Interessen geschädigter Haus- und Grundstücksbesitzer diametral entgegen. Der Landesjagdverband Hessen sieht die Vorgaben der EU, die eindeutig eine Eindämmung dieser Arten vorsehen, als nicht erfüllt. Insbesondere eine Schonzeit von März bis August, wie sie für den Waschbären seit 2016 in Hessen besteht, erschwert die von der EU geforderte Zurückdrängung.  

Im vergangenen Jahr hatte das Umweltministerium erste Entwürfe der Managementpläne veröffentlicht und Bürger sowie Verbände und Experten aufgefordert, ihr Wissen und ihre Erfahrungen einzubringen. Der LJV Hessen sieht die Stellungnahmen über das Anhörungsportal als Makulatur, da die nun vorliegenden endgültigen Pläne eher eine Verschlechterung mit sich bringen. Die EU-Verordnung fordert ausdrücklich die Eindämmung des Waschbären und nicht nur präventive Maßnahmen.

Die hessischen Jägerinnen und Jäger müssen flächendeckend und ohne eine ideologisch geprägte Schonzeitenverordnung – unter Beachtung der Elternzeit – agieren dürfen. Nur so kann der Bestand der Waschbären dezimiert und einer weiteren Ausbreitung entgegengewirkt werden.

Das nun überarbeitete und vorgestellte Management- und Maßnahmenblatt zum Waschbären relativiert in einem noch stärkeren Maße die negativen Auswirkungen dieses Neozoon auf bedrohte heimische Arten.

Zudem wird die lokale Populationskontrolle durch jagdliche Mittel, in Bereichen, in denen der Waschbär eine erhebliche Gefahr für bedrohte Arten darstellt, durch die Forderung begleitender Monitoringmaßnahmen und die Festlegungen auf Erfolgsnachweise innerhalb eines bestimmten Zeitraums deutlich erschwert.

Der Waschbär steht auf der Unionsliste und wurde von einem internationalen Expertengremium als invasiv bewertet. Ganz im Gegensatz zur Aussage von Umweltministerin Priska Hinz „… Nicht alle invasiven Arten sind überall problematisch…“, sieht der LJV invasive Arten immer als problematisch an, da sie negativ in heimische Ökosysteme eingreifen – wie die Definition des Begriffes „invasiv“ bereits darlegt.

Haus- und Grundstücksbesitzer besonders in Nord- und Mittelhessen sind oft mit hohen Schäden an Gebäuden aber auch in Gärten oder Obstbäumen konfrontiert. Für viele bedrohte, im Feld lebende Arten wie das Rebhuhn oder den Feldhamster ist der Waschbär ein zusätzlicher Fressfeind. Um diese Arten zu schützen, ist eine ganzjährige intensive Bejagung der Waschbären unter Berücksichtigung des Elterntierschutzes zwingend notwendig.


Waschbären dringen häufig über das Dach in Häuser ein und verursachen dort teilweise enorme Schäden. Quelle: Seifert/DJV
 

Ein Punkt der Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit hingegen ist eine Kapitulation vor dem Waschbären: „Die Öffentlichkeit soll darüber unterrichtet werden, dass auf das Anbringen handelsüblicher Nistkästen für Vögel und Fledermäuse in Gebieten zu verzichten ist, in denen solche Kästen regelmäßig von Waschbären ausgenommen werden“.

Zur weiteren Information stellen wir Ihnen das 5-Punkte-Papier des Deutschen Jagdverbandes „Stärkung der Jagd auf Waschbär & Co. gefordert" sowie das vorliegende Management- und Maßnahmenblatt „Waschbär“ zum Download zur Verfügung.

Download: Pressemeldung als PDF

Download: 5-Punkte-Papier des DJV

Download: Management- und Maßnahmenblatt Waschbär

Herzliche Grüße

Markus Stifter
Pressesprecher






 

Jagdgegner scheitern vorBundesverwaltungsgericht

Veröffentlicht von Peter Glinski

Jagdgegner scheitern .

 

Verbände & Stiftungen können auch weiterhin die Jagd auf ihrem Grundstück nicht verbieten.


Seit 2013 können Einzelpersonen, deren Privatflächen in einem gemeinschaftlichen Jagdbezirk liegen,

die Befriedung ihres Grundstücks beantragen, um die Jagd dort ruhen zu lassen. Grundlage dafür

ist ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte. Für juristische Personen - beispielsweise Verbände - ist

dies jedoch nicht möglich. In einem erneuten Anlauf haben zwei Stiftungen aus Bayern und Niedersachsen versucht,

dieses Recht ebenfalls für sich zu beanspruchen.

Die „Stiftung Hof Butenland – Lebenshof für Tiere“ und die „Internationale Gabriele-Stiftung Verwaltungs-GmbH“ reichten

Verfassungsbeschwerde ein. Sie fühlen sich in ihren Grundrechten verletzt und fordern die Befriedung eigene

r Grundstücksflächen aus ethischen Gründen. Der Rechtsstreit zieht sich bereits seit einigen Jahren.  

Jahrelanger Rechtsstreit

Seit 2004 versucht die Internationale Gabriele-Stiftung verwaltungsrechtlich das Ruhen der

Jagd auf ihren Flächen durchzusetzen. Jedoch scheiterten sie damit bereits 2010 vor dem

Bundesverwaltungsgericht. Daraufhin hatten sie Verfassungsbeschwerde eingereicht, welche jedoch

nun zum zweiten Mal abgewiesen wurde. Damit ist es juristischen Personen weiterhin

nicht möglich, Flächen von der Jagd auszunehmen. HR

 

Qulle Jagderleben 2018






 

Vergessene Munition im Auto mit schwerwiegenden Folgen

Veröffentlicht von Peter Glinski

 

 

       Schnell ist es passiert, dass man beispielsweise sein Patronen-Etui im Auto liegen lässt (Symbolbild).


       Bei einer routinemäßigen Verkehrskontrolle im Landkreis Lindau (Bayern) fand die Polizei gestern Abend Munition in einem Auto. Der 18-jährige
       Fahrer des Wagens war allerdings nicht berechtigt, die erlaubnispflichtigen Patronen zu besitzen. Es handelte sich nach Angaben der
       Polizei gegenüber der Redaktion um zwei scharfe Kugelpatronen im Kaliber 7x57 und zwei Schrotpatronen im Kaliber 16/70. Diese lagen
       in einem Ablagefach unter dem Radio.

       Entzug der Zuverlässigkeit droht

       Eigentümer der Munition ist der Vater des Fahrers, der auch gleichzeitig Jäger und Halter des Pkw ist. Dieser hat die Munition scheinbar
       nach der Jagd dort liegen gelassen. Diese Unachtsamkeit bleibt für ihn und seinen Sohn allerdings nicht ohnen Folgen, gegen beide
       ein Strafverfahren eingeleitet. Die vier Schuss wurden sichergestellt. Ob es zu einer Überprüfung der Zuverlässigkeit beim Vater, also
       dem Jäger, kommt, ist nun Sache des Landratsamts Lindau. PM

Erster ASP-Fall in Ungarn!

Veröffentlicht von Peter Glinski

Erstmals ASP in Ungarn

  Treiber bergen ein Stück Schwarzwild

             Auslandsjäger schätzten Ungarn bisher gerade auch wegen seiner Drückjagden auf Schwarzwild


            Das Virus der Afrikanischen Schweinepest (ASP) wurde bei einem Wildschwein in Ungarn am Samstag,

          den 21. April, bestätigt. Das berichtete die Weltorganisation für Tiergesundheit OIE.

          Das besondere an diesem ersten Fall der ASP in Ungarn ist vor allem, dass er nicht in

          einer der Überwachungszonen im Grenzgebiet zu Polen oder der Ukraine  war,

         sondern im Landesinneren. Die Region Heves, in der das Stück Schwarzwild gefunden wurde,

         befindet sich etwa 100 Kilometer östlich von Budapest.

        Das Gebiet wird nun zur Sperrzone erklärt. Seit 2016 kontrolliert Ungarn tote

        Wildschweine auf ASP in den besagten Grenzregionen. Außerdem werden

         Grenzkontrollen für Schweine- und Schweinefleischprodukte durchgeführt.

         Ab 2017 hat man auch den Rest des Landes mehr überwacht, wie „pig-world.co.uk“ berichtet.

         Laut OIE sollen weggeworfene Lebensmittel als Infektionsquelle verantwortlich für den Ausbruch der Krankheit sein.

     Ausbreitung bedenklich

          Anna Williamson, Leiterin der Schweine- und Tiergesundheitsbehörde (APHA), sagte gegenüber „pig-world.co.uk“ zu dem Fall:

           „Dies ist bedenklich, da es bedeutet, dass entweder eine Infektion von Wildschweinen nahe der Grenze

          verpasst wurde oder dass der Fall auf andere Arten der Übertragung zurückzuführen ist, wie beispielsweise

          die illegale Verbringung von infizierten Schweinen oder die Verfütterung von infiziertem Schweinefleisch,

        wie dies 2017 in Tschechien 2017 der Fall war.“

        Quelle : Jagderleben.

 






Streckenliste- Gesamt Landkreis Marburg/ Biedenkopf

Veröffentlicht von Peter Glinski