Wolf soll ins Bundesjagdgesetz

Veröffentlicht von Peter Glinski

DJV fordert bundeseinheitliche Managementvorgaben für den großen Fleischfresser. Bewaffnete Eingreiftrupps lehnt der Verband ab: Erster Ansprechpartner muss der Jagdausübungsberechtigte vor Ort sein.

(Berlin, 11. April 2018) Der Deutsche Jagdverband (DJV) fordert in einem aktuellen Positionspapier zeitnah die Aufnahme des Wolfs in das Bundesjagdgesetz, um bundeseinheitliche Regelungen zum künftigen Umgang mit dem Wolf auszugestalten. Eine generelle Bejagung ist damit nicht möglich, da der große Fleischfresser über die FFH-Richtlinie weiterhin streng geschützt ist. Allerdings wird so eine Grundlage geschaffen, um bundesweit gültige Managementmaßnahmen auf Basis des Koalitionsvertrages der Bundesregierung zu erarbeiten. Der DJV lehnt Vorstöße wie in Brandenburg und Südwestdeutschland ab, über Behörden bewaffnete Eingreiftrupps installieren zu wollen. "Wenn es um die Entnahme von Wölfen geht, muss immer der ortskundige Jäger erster Ansprechpartner sein, alles andere wäre ein inakzeptabler Eingriff ins Eigentumsrecht", so DJV-Präsident Hartwig Fischer. Nur wenn der Jagdausübungsberechtigte notwendige Managementmaßnahmen nicht umsetzen kann oder möchte, sollten Behörden eingreifen können.

Im Koalitionsvertrag hat sich die Bundesregierung verpflichtet, einen gesellschaftlichen Konsens herzustellen zwischen Wolfsschutz, Sicherheit des Menschen und Erhalt der Artenvielfalt. "Wir nehmen die Politik beim Wort und erwarten, dass Konflikte offen benannt und auch gelöst werden", so Fischer. Die Zeit drängt: Im Herbst 2017 haben Wölfe erstmals in Deutschland Deichschafe tödlich verletzt. Schafe sind unersetzlich für die Instandhaltung von Hochwasserschutzanlagen. Zudem haben sie wichtige Aufgaben in der Landschaftspflege, extensive Beweidung ist eines der wichtigsten Naturschutzinstrumente in Deutschland. Auch ausgewachsene Rinder haben Wölfe 2017 vermehrt getötet, die ökologisch hochwertige Grünlandwirtschaft wird stark beeinträchtigt.

Der DJV begrüßt es, dass laut Koalitionsvertrag der Schutzstatus des Wolfes überprüft werden soll, um „eine notwendige Bestandsreduktion herbeiführen zu können“. Zudem soll ein Kriterien- und Maßnahmenkatalog zur Entnahme von Wölfen entwickelt werden. Der DJV hat bereits mehrfach praktikable Lösungen, insbesondere im Umgang mit verhaltensauffälligen Tieren, angemahnt. Für den Dachverband der Jäger sind Wölfe bereits verhaltensauffällig, wenn sie tagsüber mehrfach in Siedlungsnähe auftauchen oder es verstärkt zu Nahkontakten kommt. Eine natürliche Scheu vor dem Menschen besitzt der Wolf nicht.

 

Hintergrundinfos zu Konflikten mit dem Wolf

Knapp 20 Jahre nach der ersten Reproduktion in der Lausitz erschließen sich Wölfe in Deutschland zunehmend neue Lebensräume. Der jährliche Zuwachs der Population liegt bei über 30 Prozent. Mit einem weiter exponentiell wachsenden Wolfsbestand ist zu rechnen. Der DJV geht von einem derzeitigen Bestand von etwa 800 Tieren in Deutschland aus.

Ende 2017 hat das Bundesamt für Naturschutz erstmals öffentlich festgestellt, dass der Wolf keine natürliche Scheu vor dem Menschen hat. Damit er diese wieder erlernt, hat der DJV einen konsequenten Umgang mit „Problemtieren“ gefordert und die vom BfN publizierten „Empfehlungen zum Umgang mit auffälligen Wölfen“ als nicht ausreichend kritisiert. Demnach sei es „ungefährlich“, wenn Wölfe in Dunkelheit durch Siedlungen laufen oder tagsüber in Sichtweite von Häusern. Die Sorgen und Ängste der ländlichen Bevölkerung müssen ernst genommen werden.

Die Zahl der Übergriffe auf Nutztiere hat sich in den vergangenen zehn Jahren rasant entwickelt. Waren es im Jahr 2007 bundesweit noch etwa 100 verletzte oder getötet Nutztiere, wurde 2016 erstmals die Grenze von 1.000 Nutztieren überschritten (Quelle: DBBW). Im Landkreis Cuxhaven haben Wölfe 2017 die ersten Deichschafe getötet und 22 ausgewachsene Rinder. Daraufhin wurde die Mindesthöhe für einen wolfssicheren Zaun von 1,20 Meter auf 1,40 Meter erhöht. Diese Höhe wurde jedoch bereits überwunden.

Bei der weiteren Ausbreitung des Wolfes müssen auch höherrangige Ziele gewahrt bleiben. So sind z.B. Küstendeiche und Almen nicht durch Zäunung zu schützen. Problematisch ist dies auch in Grünlandregionen mit hoher Weidetierdichte. Gerade die Weidetierhaltung stellt eine besonders naturverträgliche Form der Landnutzung dar. In den genannten Gebieten besteht zudem die Gefahr einer Verdrahtung der Landschaft, die dem Gedanken einer Biotopvernetzung widerspricht.

Was die Nutztierhaltung anbetrifft, so kann die Aufrüstungsspirale beim Herdenschutz (u.a. durch Erhöhung von Zäunen, Installation zusätzlicher Elektrolitzen, Flatterbändern, Einsatz von Herdenschutzhunden) zu Lasten der Betroffenen nicht zielführend sein. Wirksame und legale Mittel zur Vergrämung von Wölfen stehen nicht zur Verfügung. Problemtiere müssen daher konsequent entnommen werden, ggf. auch ganze Rudel, damit erlernte Erfahrungen (Erbeuten von Nutztieren) nicht weitergegeben werden können.
 



Der jährliche Zuwachs der Wolfspopulation liegt bei mehr als 30 Prozent – Tendenz steigend. 2017 haben Wölfe  im Landkreis Cuxhaven die ersten Deichschafe getötet und 22 ausgewachsene Rinder. 
Quelle: Rolfes/DJV
 






Rehkitzrettung.

Veröffentlicht von Peter Glinski

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An die Mitglieder

 des Jägervereins Lahn-Ohm und die der angeschlossenen Hegegemeinschaften.

Sehr geehrte Damen und Herren,
sehr geehrte Damen und Herren,

die Zeit der ersten Wiesenmahd naht und damit auch die Zeit, in der Jäger, Landwirte und Tierschützer gemeinsam die Wiesen nach Rehkitzen und Gelegen von Bodenbrütern absuchen.

Aus diesem Grund möchten wir Sie gerne

am 19. April 2018 um 19.00 Uhr in das Landhaus Klosterwald, Am Klosterwald 1, 35423 Lich-Arnsburg zu einem "Runden Tisch Rehkitzrettung“

einladen.

Folgende Tagesordnungspunkte haben wir uns vorgemerkt:

  • Rechtliche Grundlagen
  • Methoden/ technische Hilfsmittel
  • Organisation
  • „Best Practice“
  • Diskussion/Erfahrungsaustausch
  • Ausblick/weiteres Vorgehen

Während der Veranstaltung gibt es die Möglichkeit im Landhaus Klosterwald ein Abendessen zu sich zu nehmen. Wir haben folgende Menüvorschläge für Sie reserviert:

  • Menü 1: Tagliatelle in Bärlauchpesto mit Parmesanspänen und geschmolzenen Kirschtomaten für 12,90 €
  • Menü 2: Arnsburger Wildhackbraten mit einer Garnitur von Champignons und Speck, Hobelspätzle und einem bunten Salatteller für 15,90 €
  • Menü 3: Paniertes Schweineschnitzel mit Jägersauce und Pommes-Frites für 14,20 €

Wir würden uns sehr freuen, Sie im Landhaus Klosterwald zu einem gemeinsamen Erfahrungsaustausch begrüßen zu dürfen.

Wir bitten um eine formlose Anmeldung unter: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Bitte teilen Sie bei Ihrer Anmeldung auch mit ob Sie ein Essen einnehmen möchten und für welches Menü Sie sich entschieden haben.

 

Veranstaltungsort:
Landhaus Klosterwald
Am Klosterwald 1

35423 Lich - Arnsburg

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Ihr Team vom LJV Hessen







 

 

Landtagswahlen 2018 Wahlprüfsteine an die Parteien.

Veröffentlicht von Peter Glinski

Wahlprüfsteine zur Landtagswahl in Hessen 2018 Landesjagdverband Hessen e. V. – Stand: 01.03.2018
Jagdgesetz und -verordnung:
o Werden Sie sich dafür einsetzen, dass das bewährte hessische Jagdgesetz auch in der nächsten Legislaturperiode nicht zu Lasten der Jägerschaft und der Jagd verändert wird?
o Werden Sie die Beschränkungen der Jagdausübung durch die hessische Jagdverordnung vom 10.12.2015 rückgängig machen?
o Werden Sie sich im Besonderen (unter Beachtung des Elterntierschutzes) einsetzen für die:
▪ ganzjährige Bejagung der Füchse?
▪ ganzjährige Bejagung der Waschbären sowie von Marderhunden, Mink und Nutria, die als invasive Arten nach EU-Recht einzudämmen sind?
▪ Wiedereinführung von Jagdzeiten für alle Marder und Wiesel?
▪ Bestimmung der Besatzdichten und des Zuwachses von Hasen und Stockenten ausschließlich durch die örtlichen Jagdausübungsberechtigten?
▪ Bestimmung der ausreichenden Besätze von Rebhuhn, Türkentauben, Blässhühner und Lach-, Sturm-, Silber-, Mantel- und Heringsmöwen ausschließlich durch die örtlichen Jagdausübungsberechtigten?
▪ Bejagung der Graugänse auf der gesamten Fläche Hessens?
o Halten Sie die Jagd, insbesondere die Fangjagd auf Prädatoren wie beispielsweise Fuchs, Waschbär, Marderhund, Mink und Marder für unverzichtbar?
Fördermittel aus der Jagdabgabe / Steuern
o Setzen Sie sich dafür ein, dass die zweckgebundene Jagdabgabe, die von den hessischen Jägerinnen und Jäger bei der Lösung eines Jagdscheines in Höhe von insgesamt durchschnittlich 750.000 Euro pro Jahr gezahlt werden muss, im Rahmen der Projektförderung zum überwiegenden Teil wieder unbürokratisch aufgrund eines verbindlichen Leitfadens an den Landesjagdverband Hessen und die hessischen Jagdvereine zur Förderung des Jagdwesens ausgeschüttet wird?
o Halten Sie es für gerechtfertigt, dass die zweckgebundene Jagdabgabe, die von den hessischen Jägerinnen und Jägern bei der Lösung eines Jagdscheines in Höhe von insgesamt durchschnittlich 750.000 Euro pro Jahr gezahlt werden muss, zu einem ganz großen Teil in das Jagdschloss Kranichstein fließt?
o Setzen Sie sich dafür ein, dass die Jagdsteuer hessenweit abgeschafft wird?
o Setzen Sie sich dafür ein, dass die Hundesteuer für anerkannte Jagdgebrauchshunde hessenweit abgeschafft wird?
Afrikanische Schweinepest (ASP):
o Setzen Sie sich gerade vor dem Hintergrund der Prävention vor der ASP dafür ein, dass
▪ keine Gebühren für Trichinenproben für sämtliches Schwarzwild anfallen?
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▪ erlegte Frischlinge durch ein staatliches Programm angekauft werden?
▪ ein Haftungsausschluss für die Jägerschaft erfolgt, die tot aufgefundene Wildschweine beproben?
▪ die Schwarzwildbejagung auch auf Flächen des Landesbetriebes Hessen Forst und in Naturschutzgebieten erfolgt?
▪ keine Gebühren für die Beschilderung bei Drückjagden erhoben werden?
o Setzen Sie sich dafür ein, dass die Vermarktung erlegten Wildes hessenweit durch klare Vorgaben an die Veterinärämter rechtssicher und ohne bürokratische Hürden durch den Jagdausübungsberechtigten erfolgen kann?
Arten- und Naturschutz:
o Werden Sie das freiwillige Wildtiermonitoring (Wildtierinformationssystem der Länder Deutschlands – WILD) der hessischen Jägerschaft finanziell (ggfs. aus der Jagdabgabe) unterstützen?
o Setzen Sie sich für Lebensraumkorridore für wildlebende Tiere und Pflanzen ein, damit diese geschaffen und erhalten werden können?
o Setzen Sie sich in diesem Zusammenhang für die Errichtung von Grünbrücken ein?
o Setzen Sie sich für die bewährte Beibehaltung der getrennten Rechtskreise Jagdrecht und Naturschutzrecht ein?
o Setzen Sie sich dafür ein, dass Jagdflächen von juristischen Personen nicht für befriedet erklärt werden können, damit kein Flickenteppich zwischen bejagbaren und nicht bejagbaren Flächen entsteht?
Agrarpolitik:
o Welche agrarpolitische Weichenstellung halten Sie für notwendig, um einer weiteren Abnahme von bedrohten Arten der Feldflur praxisnah entgegenzuwirken (z. B. an die regionalen Gegebenheiten in Hessen angepasste Aussaattermine, Abschaffung der jährlichen Bewirtschaftungsverpflichtung oder eine bessere Kombinierbarkeit von Agrarförderungen z. B. HALM und Greening)?
Waffenrecht:
o Setzen Sie sich in der kommenden Legislaturperiode für eine Beibehaltung des bestehenden Waffenerwerbs- und –besitzrechts der hessischen Jägerinnen und Jäger ein?
o Setzen Sie sich dafür ein, dass Jägerinnen und Jäger in Hessen beim Thema Waffenaufbewahrung nicht durch Gebühren belastet werden?
o Halten Sie es für gerechtfertigt, dass beim Erwerb einer Waffe von hessischen Jägerinnen und Jägern grundlos der Verfassungsschutz eingeschaltet werden soll?
Wahlaufruf:
o Warum sollen Jägerinnen und Jäger nebst ihren Angehörigen und Freunden und die Menschen des ländlichen Raumes Sie wählen?

 

Anmekung.: Weiter so mit unseren Jagdverhinderern von den . welche waren das doch????????? . Schluß mit den unsinnigen Geschichten wie Schonzeit für Waschbär und nur mal Fuchs genannt. Ja zur Fallenjagd, weg mit der Jagdsteuer, ok ist Landkreissache aber wenn Wiesbaden ein Machtwort spricht dann kommt was rum.

Rund 20.000 Jäger in Hessen mit Ihren Angehörigen können schon was bewegen. Wir dürfen uns nur nicht verzetteln im Notfall mal über die Parteienbrille schauen! ES ist für die Jagd  eine Überlebensfrage in Hessen!

                                                           RICHTIG WAEHLEN , FUE DIE JAGD WAEHLEN IN HESSEN!!!!!!!!!

 

 








 

Landesjägertag in Hessen 2018.

Veröffentlicht von Peter Glinski

                                                               







 

Saarland will für Drückjagden zahlen

Veröffentlicht von Peter Glinski

 

 

Im Saarland sollen Revierübergreifende Drückjagden künftig mit einer Aufwandsentschädigung belohnt werden (Symbolbild).


Das Umweltministerium im Saarland plant im Zuge der drohenden Afrikanischen Schweinepest (ASP) Aufwandsentschädigungen für verschiedene jagdliche Aktionen einzuführen. Dies bestätigte eine Pressesprecherin des Ministeriums gegenüber der Redaktion. Demnach sei unter anderem geplant, für die Durchführung revierübergreifender Drückjagden eine Entschädigung in Höhe von 200 Euro pro teilnehmendem Revier auszubezahlen. Auch sollen Jäger für die Anlieferung von verendet aufgefundenem Schwarzwild zur Beprobung mit 50 Euro entschädigt werden.

Auch für erlegtes Schwarzwild soll eine Entschädigung gezahlt werden

Es solle auch ein Anreiz für Erlegungen geschaffen werden, welchen Umfang dies annehmen soll, sei allerdings bislang noch nicht entschieden. Diese Maßnahmen sollen planmäßig ab Mai 2018 gelten und dann vorerst für zwei Jahre Gültigkeit besitzen. Bereits seit Januar können Jäger eine Entschädigung für die Neuanschaffung eines Jagdhunds beantragen. Allerdings muss hierfür der Vorgängerhund der Aujezkischen Krankheit erlegen sein.

 

 Quelle Jagderleben.