ASP: Bundesregierung erlaubt ganzjährige Schwarzwildjagd

Veröffentlicht von Peter Glinski

 

 
 
 

Das Bundeskabinett hat eine Änderung der Verordnung über die Jagdzeiten auf Schwarzwild beschlossen (Symbolbild).


Das Bundeskabinett hat sich heute mit einer Verordnung zur Änderung der Schweinepest-Verordnung und der Verordnung über die Jagdzeiten beschäftigt. Die Ergebnisse der Sitzung wurden nun veröffentlicht. Darin werden Maßnahmen im Falle eines Ausbruchs der Afrikanischen Schweinepest (ASP) festgelegt. Unter anderem dürfen keine Schweine und kein frisches Schweinefleisch mehr in das oder aus dem betroffenen Gebiet transportiert werden. Auch Gras, Heu und Stroh, die in gefährdeten Gebieten gewonnen wurde dürfen nicht für Schweine verwendet werden.

Ganzjährige Bejagung von Wildschweinen

„Darüber hinaus ist künftig eine ganzjährige Bejagung von Wildschweinen zulässig. Die durch milde Winter erheblich angewachsenen Wildschweinbestände sollen ausgedünnt und so das Risiko eines Einschleppens der ASP vermindert werden“, so die Regierung weiter. Auf Nachfrage der Redaktion erklärte das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten: „Damit gilt für alle Altersklassen und Geschlechter eine ganzjährige Jagdzeit. Lediglich der Elterntierschutz ist zu beachten.“

Man habe bereits vorbeugende Maßnahmen ergriffen, um zu vermeiden, dass die Tierseuche eingeschleppt wird, so die Verordnung weiter. Unter anderem sollen Jäger, Handel und Transportunternehmer sensibilisiert und Warn-Plakate an Straßen angebracht worden sein.

Wie Friedrich von Massow, Justitiar des Deutschen Jagdverbands, gegenüber der Redaktion erklärt, gilt die Änderung der Jagdzeiten ab in Kraft treten der Verordnung zunächst deutschlandweit. Die einzelnen Bundesländer könnten jedoch mit eigenen Regelungen wieder davon abweichen. Das müssen sie jedoch aktiv tun.

 

 






 

Jagen-Reiten-Fischen-Offroad

Veröffentlicht von Helena Preis

Jagen - Reiten - Fischen - Offroad mit neuen Höhepunkten

Mehr Büchsenmacher und Jagdreise-Anbieter/ Erstmals Offroad-Parcours/ Repetierbüchse und Jagdreise-Gutschein werden verlost.

 

Mit neuen Attraktionen für Jäger, Fischer und Reiter, Natur- und Outdoorfreunde wartet die 17. überregionale Fachausstellung "Jagen - Reiten - Fischen - Offroad" in Alsfeld (Vogelsbergkreis) auf. Vom 2. bis . März 2018 (Freitag bis Sonntag) präsentieren in der Hessenhalle Büchsenmacher die neuesten Jagdwaffen und manches Schnäppchen. Auf dem spektakulären Offroad- Parcours "4x4-Roadeo" können schwindelfreie Besuche reinen für seine "Jagdtauglichkeit" bekannten Geländewagen testen. Zahlreiche Händler bekannter Offroad-Marken stellen ihre neuesten Fahrzeuge einschließlich Quads vor.

Die Besucher können eine Browning-Repetierbüchse im Kaliber .308 Winchester (nur für Erwerbsberechtigte), hochwertige Jagd- und Fischerei-Ausrüstung sowie einen Gutschein im Wert von 800 Euro gewinnen, der den regulären Preis für eine Jagdreise nach Namibia von 2.800 auf 2.000 Euro reduziert. Der Rechtsweg ist bei allen Verlosungen ausgeschlossen.

Ein Laser-Schießkino, Vorführungen aus der Wild- und Fischküche inklusive Wildzerwirken, eine Pfostenschau mit zahlreichen Jagdhunderassen, Auftritte von Jagdhorn- und Alphornbläsern und die Vorführung von Greifvögeln erwarten die Besucher. Das Rahmenprogramm bietet auf der Showbühne täglich abwechslungsreiche Unterhaltung und nützliche Informationen. Am Sonntag (4. März) zeigen die Falkner um 13 Uhr in der Pferdehalle ihre Greifvögel im freien Jagdflug. Reiter und Gespannfahrer veranstalten am Samstag (3. März) und Sonntag (4. März) in Halle 4 (Pferdezentrum) eine faszinierende Pferdeshow.

 

Großes Schaufenster für Jäger, Fischer und Reiter

Die über 200 Aussteller zeigen auf der 17. "Jagen - Reiten - Fischen - Offroad" die gesamte Ausrüstungspalette für Jagd und Fischerei sowie Pferdesport und -zucht. Dazu zählen auch Jagdzubehör aller Art, Bekleidung, Trachten und Accessoires, Jagd- und Angelreisen, die neueste Entwicklung im Bereich der Wildbret- und Fischverwertung und -hygiene mit Wildkühlschränken und Vakuumiergeräte sowie Waffentresore, Jagdmalerei, Edelbrände und Weine. Der größte deutschsprachige Verlag für Jagd und Natur, Neumann-Neudamm, bietet Neuerscheinungen, Bestseller und Schnäppchen an.

Die Informations- und Verkaufsausstellung öffnet vom 2. bis 4. März 2018 jeweils von 9.30 Uhr bis 18 Uhr ihre Pforten. Der Eintritt kostet 9 Euro.

Die Hessenhalle Alsfeld liegt unmittelbar an der Abfahrt Alsfeld-West der A5 Frankfurt-Kassel. Am Ausstellungsgelände stehen rund 3.000 kostenlose Parkplätze bereit.

Weitere Informationen zur "Jagen - Reiten - Fischen - Offroad 2018" gibt es bei der Hessenhalle Alsfeld GmbH unter der Rufnummer (06631) 784-29, der Fax-Nummer (06631) 784-24, der E-Mail-Adresse Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! und im Internet unter www.jagdmesse-alsfeld.de. Dort finden interessierte Besucher auch das ausführliche Programm für Reiter, Fischer und Jäger.

Die Rache der Wildsau

Veröffentlicht von Peter Glinski

13.12.2013

 

Nach dem Vorfall: Der Hobby-Koch beim Verarzten seiner Wunde.


Wie die Sendung „maintower“ des hessischen Rundfunks gestern berichtete, war ein pensionierter Lehrer und Widbretfan aus Pohlheim bei Gießen gerade mit der Zubereitung eines Wildgerichts beschäftigt, als er hinter sich etwas hört. Da sieht er auch schon einen etwa 45 Kilogramm schweren Überläufer hinter sich, der ihm auch schon im gleichen Moment ins Bein beißt. Nach kurzem Abwehren verschwindet die Sau wieder. Auf dem Weg nach Draußen reißt sie noch eine Blumenvase um. Der Mann wurde bei dem Angriff nur leicht verletzt.
Die Frau des Hobby-Kochs hatte nur kurz die Terrassentür ihres Einfamilienhauses in einem Neubaugebiet zum Lüften geöffnet. Diese Gelegenheit nutzte der Schwarzkittel für seinen kurzen Besuch aus. Die kleine Stadt Pohlheim hat in der vergangenen Zeit immer wieder von besonderen Begegnungen mit Schwarzwild berichtet. Dabei haben die Sauen unter anderem eine Scheibe eines Autohauses demoliert, in einer Kindereinrichtung gewütet und eine Tankstelle besucht.
Den Filmbeitrag des "Hessischen Rundfunks" (HR) zu dem Thema finden Sie hier.
 Quelle Jagderleben/HR Maintower
 







BS

Koalitionsvertrag zwischen Schwarz und Rot - Sachen Jagd!

Veröffentlicht von Peter Glinski

Koalitionsvertrag sieht Änderungen im Bundesjagdgesetz vor

Der DJV begrüßt die vorgesehenen Änderungen des Bundesjagdgesetzes hinsichtlich Munition, Schießübungsnachweis und Jungjägerausbildung. Auch die Ankündigung, den Schutzstatus des Wolfes zu überprüfen, stößt auf Zustimmung.

Die Parteien CDU, CSU und SPD haben sich auf einen Koalitionsvertrag geeinigt. Der Deutsche Jagdverband (DJV) begrüßt, dass die künftige Bundesregierung die in der vergangenen Legislaturperiode gescheiterte Novellierung des Bundesjagdgesetzes nun doch vornehmen möchte. Geplant sind bundeseinheitliche Regelungen für Jagdmunition mit dem Ziel, die Tötungswirkung zu optimieren und gleichzeitig den Bleieintrag ins Wildbret zu minimieren. Zudem soll es einen deutschlandweit einheitlichen Schießübungsnachweis geben, ebenso eine einheitliche Jäger- und Falknerausbildung sowie -prüfung. „Wir haben in den vergangenen Jahren einen wissensbasierten Weg unterstützt und begrüßen es sehr, dass die Politik unseren Empfehlungen nun folgen wird“, sagte DJV-Präsident Hartwig Fischer.

Wolf: Ängste und Sorgen ernst nehmen

Positiv beurteilt der DJV, dass der Schutzstatus des Wolfes überprüft werden soll, um „eine notwendige Bestandsreduktion herbeiführen zu können“. Zudem soll ein Kriterien- und Maßnahmenkatalog zur Entnahme von Wölfen entwickelt werden. Hartwig Fischer: „Die Politik nimmt damit die berechtigten Ängste und Sorgen der vom Wolf betroffenen ländlichen Bevölkerung ernst!“ Der DJV hatte im vergangenen Jahr immer wieder auf die zunehmenden Konflikte mit Wölfen hingewiesen und praktikable Lösungen im Umgang mit verhaltensauffälligen Tieren angemahnt. Im Gegensatz zum Bundesamt für Naturschutz sind für den Dachverband der Jäger Wölfe verhaltensauffällig, wenn sie mehrfach in Siedlungsnähe auftauchen oder sogar nachts hindurchgehen. Eine natürliche Scheu vor dem Menschen besitzt der Wolf nicht. Situationen wie in Cuxhaven, wo Wölfe sich zwischenzeitlich auf ausgewachsene Rinder spezialisiert und die ersten Deichschafe getötet haben, müssen künftig von Beginn an unterbunden werden. Den aktuellen Wolfsbestand schätzt der DJV auf rund 800 Tiere in Deutschland, die Fortpflanzungsrate liegt bei über 30 Prozent pro Jahr. Der Wolf ist eine Herausforderung für Weidetierhaltung und Artenvielfalt in Deutschland und damit für Deichschutz, Grünlandwirtschaft und Landschaftspflege. 

Fördermaßnahmen in der Landwirtschaft unbürokratischer gestalten

Der DJV begrüßt die angestrebte Weiterentwicklung und Neuausrichtung der Gemeinsamen Europäischen Agrarpolitik (GAP) ab 2020. Angesichts des Verlustes von biologischer Vielfalt im agrarisch genutzten Raum sieht es der DJV als dringend notwendig an, die Förderstrukturen gezielter und insbesondere auch unbürokratischer auszurichten. Derzeit werden 50 Prozent der Ackerfläche Deutschlands (6,8 Mio. Hektar) mit nur noch drei Fruchtarten – Mais, Raps und Weizen – bestellt und intensiv bewirtschaftet. Profiteur ist das anpassungsfähige Wildschwein, das dort in der Vegetationsperiode von Anfang Mai bis in den Oktober nur schwerlich bejagt werden kann. Auf dem Rückzug sind hingegen spezialisierte Arten wie Feldhase, Rebhuhn oder Fasan. In diesem Zusammenhang bewertet der DJV die geplante Ackerbaustrategie (inklusive Aktionsprogramm Insektenschutz) positiv. Nach Ansicht der Jäger gehören dazu auch produktionsintegrierte Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen.

Jagdschneisen mit Blühstreifen kombinieren

Darüber hinaus sollten alle zur Verfügung stehenden förderrechtlichen Möglichkeiten umgesetzt werden, um eine effektive Bejagung des Schwarzwildes in der Agrarlandschaft zu ermöglichen – etwa die unbürokratische Anlage von Bejagungsschneisen. Dazu gehört auch eine konsequente Umsetzung der Agrarzahlungenverpflichtungen-Verordnung und ein sinnvoller Umbau der Agrarumweltmaßnahmen mit Nutzungsmöglichkeit für den Landwirt nach der Brut- und Setzzeit. In der Praxis könnte dies bedeuten: Der Landwirt legt im Frühjahr mit der Aussaat in allen Kulturen Jagdschneisen aus mehrjährigen Wildplanzenmischungen an, die zur Biogasgewinnung genutzt werden können. Bis Ende Juni bieten die Blühstreifen Insekten und Bodenbrütern  Nahrung und Lebensraum. Danach werden die Wildpflanzen für die Biogasproduktion geerntet, zurück bleiben Stoppelflächen für die effektive Bejagung der Wildschweine.

Der DJV begrüßt den vorgeschlagenen Dialog zwischen Landwirten, Jägern und anderen Naturschützern, um den Schutz der heimischen Flora und Fauna vor nicht heimischen Tier- und Pflanzenarten zu verbessern. Auch der Aufbau eines wissenschaftlichen Monitoringzentrums zur Biodiversität ist längst überfällig. Der DJV sieht hier gute Möglichkeiten der Zusammenarbeit mit seinem langjährigen Monitoringprogramm WILD (Wildtier-Informationssystem der Länder Deutschlands).

Bundesprogramm Wiedervernetzung umsetzen

Besonders bedauert der DJV das fehlende Bekenntnis der möglichen Koalitionspartner zum Themenkomplex „Biotopverbund/Wiedervernetzung/Grüne Infrastruktur“. Hierzu hatte der DJV im März 2017 eine große Fachtagung in Berlin unter Mitwirkung des Bundesumweltministeriums und des Bundesamtes für Naturschutz ausgerichtet und zusammen mit ADAC und Naturschutzverbänden ein breites Bündnis für die Vernetzung von Lebensräumen geschmiedet. Das ausführliche Forderungspapier sieht konkrete Maßnahmen für die Umsetzung in der Praxis vor. Das bereits bestehende Bundesprogramm Wiedervernetzung ist nach wie vor nicht mit einem konkreten Finanzvolumen hinterlegt. Knapp 100 prioritäre und 30.000 sekundäre Konfliktstellen im Verkehrsnetz warten immer noch auf eine Entschärfung zugunsten der Verkehrssicherheit und des Artenschutzes.

Ob auf der Grundlage des ausgehandelten Koalitionsvertrages eine neue Bundesregierung gebildet wird, steht noch nicht fest: Die Parteigremien müssen noch zustimmen, bei der SPD wird es sogar ein Mitgliedervotum geben. Der Bundestag wählt dann die Bundeskanzlerin. Der Deutsche Jagdverband wird in jedem Fall gegenüber der neuen Bundesregierung die Interessen der Natur, des Wildes und der 384.000 Jägerinnen und Jäger in Deutschland mit Nachdruck vertreten – wissensbasiert und praxisorientiert.

 

Anmerkung : Unter  Grün in der Regierung unvorstellbar.  Wählen im Herbst gehen und Grüne verhindern.

Quelle: Info. LJV Hessen.

 






 

ASP.

Veröffentlicht von Peter Glinski