WOLF IM LANDKREIS ?

Veröffentlicht von Peter Glinski

 

 

Angst vor großen Wolf?

 

Angeblich soll sich wieder ein Wolf im Landkreis Marburg aufhalten. Zweimal wurde er am Frauenberg bei

Marburg-Cappel schon gesehen !  Wahrheit oder Trugbild?  Rehrisse soll es auch geben!

Alles Schweigt. Landratsamt, Presse, Polizei und Hessen Forst!

Unsere Bündnisfreund von den Grünen sowieso. Nur keine panik vor den Wahlen!

 

Fragen und Antworten zur ASP

Veröffentlicht von Peter Glinski

 

 

Aufgrund des medialen Interesses hat der Deutsche Jagdverband die häufigsten Fragen zum Thema Afrikanische Schweinepest (ASP) in einem Faktenpapier beantwortet.

(Berlin, 18. Januar 2018)

Was sind die Symptome der ASP?

Bei europäischem Schwarzwild führt die Infektion zu sehr schweren, aber unspezifischen Allgemeinsymptomen wie Fieber, Schwäche, Fressunlust, Bewegungsstörungen und Atemproblemen. Durchfall und Blutungsneigung (Nasenbluten, blutiger Durchfall, Hautblutungen) können ebenfalls auftreten. Erkrankte Tiere zeigen mitunter eine verringerte Fluchtbereitschaft („Liegenbleiben in der Suhle“) oder andere Auffälligkeiten wie Bewegungsunlust und Desorientiertheit. Die Erkrankung betrifft alle Altersklassen und Geschlechter gleichermaßen und führt in nahezu allen Fällen zum Tod des Tieres etwa innerhalb einer Woche. Beim Aufbrechen der Stücke (Entnehmen der Organe durch einen Jäger) sollte auf vergrößerte, „blutige“ Lymphknoten, eine vergrößerte Milz und feine, punkt- oder flächenförmige Blutungen in den Organen, der Haut oder Unterhaut geachtet werden. Die Lunge und die Atemwege sind häufig mit Schaum gefüllt. Das Fehlen solcher Auffälligkeiten schließt nicht aus, dass es sich dennoch um ASP handelt. In Schweinebeständen in Afrika überleben Tiere häufig eine Infektion.

 

Wie viele Wildschweine gibt es in Deutschland?

Derzeit gibt es noch keine wissenschaftliche Methode, um Wildschweine zu zählen. Lediglich grobe Schätzungen sind möglich. Ausgehend von der durchschnittlichen jährlichen Reproduktionsrate von 230 Prozent (Tierärztliche Hochschule Hannover) und der DJV-Streckenstatistik (2016/17: knapp 600.000 Wildschweine) liegt der  Frühjahrsbestand bei etwa 300.000 Tiere. Diese Schätzung basiert auf der Annahme, dass Jäger nahezu den gesamten Nachwuchs abschöpfen. Bezogen auf den Herbstbestand erlegen Deutschlands Jäger also bereits jährlich zwei Drittel der Schweine.
 

Wie ist die ASP übertragbar?

Die Erkrankung kann direkt von Tier zu Tier oder indirekt über kontaminierte Gegenstände übertragen werden. Unter ungünstigen Bedingungen kann ein unachtsam entsorgtes Wurstbrot ausreichen, um die Seuche einzuschleppen und auch in Deutschland Ausbrüche zu provozieren. Besonders effizient ist die Übertragung über Körperflüssigkeiten, besonders Schweiß (Blut). Kleinste Tropfen reichen für eine Infektion.
 

Ist ASP ansteckend für den Menschen?

Die Afrikanische Schweinepest zählt nicht zu den Zoonosen und kann dementsprechend nicht auf den Menschen übertragen werden. Haus- und Wildschweine sind gleichermaßen empfänglich für das Virus.
 

Kann infiziertes Schweinefleisch gegessen werden?

Infiziertes Schweinefleisch ist völlig ungefährlich für den Menschen und könnte gegessen werden. Um eine Verschleppungsgefahr allerdings komplett auszuschließen, sollten infizierte Schweine nicht zu Lebensmitteln verarbeitet werden. Nachweislich wurde die Seuche beispielsweise von der Ukraine ins Baltikum über kontaminierte Rohwurst eingeschleppt.
 

Wie schnell breitet sich die ASP aus?

Die natürliche Ausbreitung der ASP über Wildschweine geht langsam voran und beträgt nach Angaben der Europäischen Lebensmittelsicherheitsbehörde EFSA mit höchstens 25 Kilometern pro Jahr. Besorgnis erregend ist die Ausbreitungsgeschwindigkeit über den Menschen: Auf Transitstrecken kann sich das Virus mit 90 Kilometern pro Stunde fortbewegen - beispielsweise im Schlamm in den Radkästen eines Lkw oder über kontaminierte Lebensmittel aus (Wild-)schweinfleisch (z.B. Salami, Räucherschinken). Das Virus kann selbst am Schuh mehrere Monate überleben. Biosicherheit an Parkplätzen, Bahnhöfen oder Grenzübergängen ist besonders wichtig, also beispielsweise verschlossene Abfallbehälter: Ein unachtsam entsorgtes Wurstbrötchen reicht, um die Seuche nach Deutschland zu bringen.
 

Welche Rolle spielen Wolf und andere Fleisch- und Aasfresser wie Fuchs bei der Ausbreitung der ASP?

Nach Auskunft des Friedrich-Loeffler-Instituts kann sich das Virus der Afrikanischen Schweinepest nur in Schweinen vermehren und wird daher nicht von Beutegreifern oder Aasfressern ausgeschieden, die es mit einem gerissenen Stück Schwarzwild oder an einem Kadaver aufgenommen haben. Alle Prädatoren, Greifvögel und Aasfresser könnten prinzipiell eine mechanische Vektorfunktion haben, wobei es keine Hinweise gibt, dass eine spezielle Art einen größeren Einfluss hat. Der Wolf nimmt keine Nahrungsvorräte über lange Distanzen mit, wie es der Mensch tut. Eine direkte Verschleppung ist somit unwahrscheinlich. Es gibt keine Hinweise, dass sich das Virus längerfristig über kontaminierte Zähne oder Haare übertragen lässt. Insbesondere Aasfressern kommt unter Umständen sogar eine positive Rolle bei der Beseitigung von Kadavern zu.
 

Die Schweinepest steht vor der Tür. Was muss jetzt getan werden?

Der Fokus muss auf Maßnahmen der Prävention liegen. Dazu gehört es, Wildschweine mit allen legalen Mitteln zu bejagen, vornehmlich junge Bachen. Ziel ist es, die Bestandsdichte und den Zuwachs weiter zu reduzieren. Ein weiterer Fokus muss auf der Biosicherheit liegen: Entlang von Transitstrecken sind verschlossene Abfallbehältnisse wichtig, damit Wildtiere infizierte Fleisch- und Wurstreste nicht verschleppen können. Ein dritter Fokus muss auf Früherkennung liegen: Verdächtige Wildschwein-Kadaver müssen vor Ort liegen bleiben und der zuständige Amtstierarzt muss umgehend informiert werden. Ein Abtransport des Kadavers ist wegen der Verschleppungsgefahr nur in einem dichten Behälter zulässig.
 

Wie stehen Jäger zum Wegfall von  Beschränkungen bei der Wildschweinjagd?

Eine Aufhebung von Schonzeiten sehen wir unkritisch. In der jetzigen Phase der Prävention ist allerdings der Elterntierschutz nicht verhandelbar: Eine Bache mit abhängigen Frischlingen darf nicht erlegt werden. Es macht Sinn, verstärkt junge weibliche Wildschweine zu bejagen. Die bis 2-jährigen Tiere tragen maßgeblich zur Fortpflanzung bei: 7 von 10 Frischlingen werden von jungen Bachen geboren.
 

Was fordern die Jäger, um besser jagen zu können?

Es gibt verschiedene Maßnahmen, die eine Bejagung von Wildschweinen erleichtern und dringend umgesetzt werden sollten:

  • Anlegen von Bejagungsschneisen im Frühjahr - in allen Feldkulturen, z.B. Raps, Mais, Weizen
  • Aufheben von Jagdverboten in Naturschutzgebieten, insbesondere in Schilfgebieten und Bruchwäldern. Dort halten sich Wildschweine bevorzugt auf.
  • Aufheben von Jagdruhezeiten
  • Aufwandsenschädigung für Monitoring und Beprobung (Trichinen, Blut- und Tupferproben) sowie ausreichend Probeabgabestellen
  • Unterstützung bei der Verkehrssicherung für Bewegungsjagden (weniger Bürokratie, Kostenübernhame und Personal)

 

Was ist von der angeblichen Forderung des Bauernverbandes zu halten, 70 Prozent der Wildschweine abzuschießen?

Die Forderung, den Bestand um 70 Prozent zu reduzieren, ist haltlos, weil keine Bezugsgröße genannt wird – weder räumlich noch zeitlich. Die Zahl beruht ausschließlich auf mathematischen Modellen der europäischen Lebensmittelsicherheitsbehörde EFSA für den Fall eines Ausbruchs der Schweinepest und hat nichts mit der praktischen Umsetzbarkeit zu tun. Bezugsgröße ist hier lediglich das klar umgrenzte Seuchengebiet. Maßnahmen wie Aushungern, Vergiften oder Schießen sind nur einige, die in Frage kommen, um dieses Ziel im Ernstfall möglichst zu erreichen (EFSA AHAW Panel, Scientific opinion on African swine fever. EFSA Journal 2015:13(7):4136, 92pp).

 

Welche Maßnahmen müssen bei einem ASP-Ausbruch eingeleitet werden?

Es gibt kein Allheilmittel gegen die Afrikanische Schweinepest. Ganz besonders wichtig ist die Früherkennung: Wenn ein Ausbruch umgehend gemeldet wird, können Maßnahmen eingeleitet werden, um die Verbreitung sofort zu unterbinden. Gemeinsam mit dem Friedrich-Loeffler-Institut hat der DJV einen Maßnahmenkatalog nach dem Werkzeugkasten-Prinzip entwickelt: Je nach Jahreszeit, Topographie oder Vegetation müssen unterschiedlichste Maßnahmen kombiniert werden. Der Maßnahmenkatalog hat Empfehlungscharakter, die Krisenstäbe vor Ort müssen im Seuchenfall dann die besten Maßnahmen kombinieren. Am besten ist es, wenn die Verantwortlichen bereits jetzt mögliche Szenarien durchdenken.

Der ASP-Maßnahmenkatalog von FLI und DJV.

 

Wie stehen Sie zum Einsatz von Nachtzielgeräten oder Sauenfängen?

Der Einsatz von Nachtzielgeräten ist waffenrechtlich verboten. Ob mit deren Einsatz ein langfristiger Jagderfolg zu erreichen ist, bleibt fraglich. Der Einsatz von Sauenfängen ist unter Tierschutzaspekten und Effektivität kritisch zu hinterfragen. Abgesehen von wenigen Ausnahmeregelungen ist der Einsatz von Saufängen in Deutschland verboten.
 

Was sollten Jäger in Hinblick auf Jagdreisen beachten?

Jäger sollten Regionen, die von der ASP betroffen sind, unbedingt meiden. In Osteuropa, insbesondere in Polen, Tschechien, im Baltikum, der Ukraine, Weißrussland sowie Russland gibt es regionale Seuchenherde. Jäger müssen auf Biosicherheit achten: Kleidung, Schuhe, Fahrzeuge und Jagdausrüstung müssen gründlich gereinigt oder desinfiziert werden.

 

Jagdstörer!

Veröffentlicht von Peter Glinski

ASP-Abwehr: Jagdstörer behindern Drückjagd

 
 

Das Veterinäramt Bielefeld (NRW) hatte mehrere Reviere zu einer übergreifenden Drückjagd aufgerufen. Hintergrund war die erwünschte deutliche Reduzierung der Schwarzwildbestände in Hinblick auf die drohende Afrikanische Schweinepest (ASP). Die Drückjagd sei öffentlich angekündigt gewesen, da sie sich in der Nähe einer Autobahn und in einem Naherholungsgebiet befunden hätte, so Dr. Hans-Helmut Jostmeyer, Leiter des Veterinäramts gegenüber der Redaktion. Man habe deshalb schon mit Störungen gerechnet. Während der Jagd hätten sich dann Jagdstörer in der Nähe der Ansitze aufgehalten und somit verhindert, dass die Jäger schießen konnten. Die Waidmänner hätten sich gut an die empfohlene Vorgehensweise gehalten, ihre Waffen sofort zu entladen und sich nicht provozieren zu lassen. Dadurch sei die ganze Aktion nicht eskaliert.

Wie kann man das in Zukunft verhindern

Man müsse nun herausfinden, welche Handhabe die Jäger gegen Jagdstörer hätten, um solche Aktionen in Zukunft zu verhindern, so Jostmeyer weiter. Denn wenn es Infektionsfälle der Schweinepest in Deutschland gebe, dann müsse sofort scharf gejagt werden und man könne keine weiteren Störungen gebrauchen. Ohne Jagd könne man die Schwarzwildbestände nicht so weit verringern, wie nötig. Laut der „Neue Westfälische“ wurden bei der Jagd immerhin 20 Wildschweine erlegt, wenn auch deutlich weniger als erwartet.

 

 


 Anmerkung von mir.:Wer wird wohl dies Störer unterstützen? Vielleicht sogar durch unsere Jagdabgaben, wenn es in Hessen auch zu solchen Auswüchsen kommt!

Herbst ist Wahlherbst. Grün ist für eine Jagdabschaffung oder wie kann mann ein solches Verhalten sonst interpretieren. Wer grün wählt, wählt Jagd Abschaffung!

Stück für stück!

Quelle. Jagderleben 2018, Bild von mir.  Drückjagd -Neustadt

Aus für Wildwarnreflektoren in Hessen

Veröffentlicht von Peter Glinski
 

In Hessen wird die Anbringung von Wildwarnreflektoren nicht mehr genehmigt.

  Redaktion erklärt. Zahlreiche Untersuchungen, wie etwa die des Gesamtverbands der Versicherer (GDV) und die der Unfallforschung.

Das Anbringen von Wildwarnreflektoren wird in Hessen nicht mehr genehmigt.

  Die für Straßen- und Verkehrsmanagement zuständige obere Verwaltungsbehörde, Hessen Mobil, kam aufgrund verschiedener Untersuchungen zu dem Entschluss, dahingehende Anträge nicht mehr zu bewilligen. In der Vergangenheit sei es Praxis gewesen, dass Wildwarnreflektoren (WWR) von der Jägerschaft finanziert wurden und von den Straßenmeistereien kostenfrei an Straßenleitpfosten angebracht wurden, wie eine Sprecherin gegenüber der

ung der Versicherer (UDV) hätten jedoch deutlich gezeigt, dass eine unfallvermeidende Wirkung der WWR anhand qualifizierter Analysen nicht nachzuweisen war.   Wild reagiert nicht

Im Rahmen eines Workshops „Forschungsschwerpunkt Wildunfallprävention“ der Bundesanstalt für Straßenwesen am 26. Juni 2017 wurden zudem zwei wissenschaftliche Untersuchungen der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg und der Technischen Universität Dresden vorgestellt. Im Ergebnis sei eindeutig zu erkennen, dass Wild in keiner Weise reagieren würde. Dies war für Hessen Mobil Anlass, keine weiteren WWR mehr zu installieren beziehungsweise die Installation nicht mehr zu genehmigen. Bereits angebrachte, genehmigte Reflektoren dürfen jedoch montiert bleiben, allerdings nicht mehr ersetzt werden. Widerrechtliches Handeln kann als gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr geahndet werden.

Quelle: Jagderleben .

 

 






 

Anfrage zur möglichen Registrierung als Lebensmittelunternehmer nicht beantworten

Veröffentlicht von Peter Glinski

wie wir bereits am Samstag, 07.10.2017 per E-Mail über die Jagdvereine informierten, werden derzeit von verschiedenen Landkreisen und kreisfreien Städten Fragebögen zur Wildverwertung bzw. zur "Registrierung als Lebensmittelunternehmer" an alle Jägerinnen und Jäger verschickt.
 

 

Der Landesjagdverband Hessen e. V. rät nach aktuellem Kenntnisstand allen Jägerinnen und Jägern, diese Fragen NICHT zu beantworten, da hierfür in diesem Umfang derzeit keine Rechtsgrundlage ersichtlich ist.


Insbesondere die Angaben zur Urproduktion bergen eine hohe Brisanz.

Wir kontaktieren die jeweiligen Landkreise/kreisfreien Städte und informieren Sie nach der Abstimmung mit dem Deutschen Jagdverband über die weitere Vorgehensweise.

Bitte leiten Sie diese Informationen dringend an Ihre Mitglieder weiter.

Mit freundlichen Grüßen und Waidmannsheil

Ihr LJV Hessen

 Im Auftrag des LJV-Hessen als Info. an unsere Leser.