ASP: Abschussprämie in Bayern auf 100 Euro erhöht

Veröffentlicht von Peter Glinski
 
Das bayerische Umweltministierum baut sein Anreizprogramm zur intensiven Schwarzwildbejagung aus: Für jedes erlegte Wildschwein sollen 100 Euro Prämie gezahlt werden.

 

 

Am Sonntag gab ein Sprecher des bayerischen Umweltministeriums bekannt, dass neue Maßnahmen im Kampf gegen die Afrikanische Schweinepest auf den Weg gebracht werden. Die bisherige Wildschwein-Prämie von 20 Euro, soll in den nördlichen und östlichen Landkreisen auf 100 Euro angehoben werden. Darunter fallen alle Landkreise, die an Sachsen, Thüringen sowie Tschechien angrenzen. Laut dem Umweltministerium greift die Abschussprämie ab dem neuen Jagdjahr. „Das Verfahren und die Durchführung läuft wie bisher durch das Landesamt für Gesundheit und Lebenmittelsicherheit (LGL)“, heißt es weiter.

Drohneneinsätze geplant

Eine weitere Präventionsmaßnahme ist die Dokumentation der Wildschweindichte sowie deren Wanderbewegungen mithilfe von Drohnen. Diese Maßnahme findet im Rahmen eines vom Umweltministeriums finanzierten Projektes statt. Die Leitung übernimmt das LGL. Die gewonnen Informationen sollen an die Jäger weitergegeben werden, wodurch sich diese auf eine noch gezieltere Bejagung fokussieren können. „Über die Details der Umsetzung werden die beteiligten Verbände und die Jägerschaft nach Abschluss der Vorbereitungen zeitnah informiert“. Derzeit werde das Konzept erarbeitet.

Mobile Zäune für den Ernstfall

Ebenfalls zum neuen „ASP-Abwehr-Paket“ zählen 150 Kilometer Wild- und Elektrozäune sowie ein 100 Kilometer langer Duftzaun. Diese sollen bei einem Ausbruchsfall in einem benachbarten Land unverzüglich aufgebaut werden. Bestehende Wildzäune entlang der Autobahnabschnitte Aschaffenburg–Bayreuth sowie Hof–Passau werden auf Lücken überprüft und gegebenenfalls geschlossen.

 

 

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ASP 21 km!!!!!!!

Veröffentlicht von Peter Glinski

ASP: Nur noch 21 Kilometer bis zur deutschen Grenze

 

 

Die Afrikanische Schweinepest rückt immer näher: Laut einer heutigen Aussage des Bundesagrarministeriums wurde etwa 21 Kilometer von der deutsch-polnischen Grenze entfernt, ein mit ASP infizierter Wildschweinkadaver gefunden. Insgesamt seien dem deutschen Ministerium acht weitere Fälle mitgeteilt worden.

Das Friedrich-Löffler-Institut betrachtet das Risiko, dass die ASP in Deutschland ausbricht laut Aussage vom 23. Dezember 2019 als "hoch". 

 

Quelle : Jagderleben 01.2020

 

 







 

Neues Waffengesetz.

Veröffentlicht von Peter Glinski

Waffenrecht: Weitreichende Änderungen beschlossen


Mit der Waffenrechtsänderung können künftig alle Jäger in Deutschland Schalldämpfer erwerben.

 

Das Ringen um die Umsetzung der Feuerwaffenrichtlinie scheint (vorerst) ein Ende gefunden zu haben: Heute wurde die Änderung des Waffengesetzes durch den Bundesrat beschlossen. Bereits eine Woche zuvor hatten der Bundestag für die Änderung gestimmt.

Der Deutsche Jagdverband und das Forum Waffenrecht kritisieren, dass die Änderungen weit über die versprochene Eins-zu-eins-Umsetzung der Feuerwaffenrichtlinien hinaus gehen. "Die Neuregelung ist ein Bürokratiemonster. Die Waffenbehörden werden künftig noch stärker mit dem Verwalten des legalen Waffenbesitzes beschäftigt sein, als sich um illegale Waffen zu kümmern. Das ist ein Bärendienst für die innere Sicherheit“, so DJV-Vizepräsident Müller-Schallenberg in einer Pressemitteilung.

Schalldämpfer künftig von allen Jägern erwerbbar

Das ändert sich unter anderem:

  • Schalldämpfer: Alle Jäger in Deutschland können künftig Schalldämpfer erwerben. Hierbei sind jedoch die jagdrechtlichen Regelungen zu beachten.
  • Nachtzieltechnik: Der waffenrechtliche Weg wurde mit der Änderung geebnet. Jedoch bleibt Nachtzieltechnik nach § 19 des Bundesjagdgesetzes weiterhin verboten. Durch die nun vorgenommene Legalisierung haben die Länder jedoch die Möglichkeit, den jagdlichen Einsatz zu erlauben. Ausgeschlossen ist jedoch wohl, dass Wärmebild-Vorsatzgeräte oder fest zu montierend Nachtsicht-Zielfernrohre nach Waffenrecht erlaubt werden.
  • Verfassungsschutz: Eine Regelabfrage der Waffenbehörden bei den Verfassungschutzbehörden wird im Rahmen jeder waffenrechtlichen Zuverlässigkeitsüberprüfung eingeführt. Die Mitgliedschaft in einer verfassungsfeindlichen Vereinigung soll künftig zur Regelunzuverlässigkeit führen.
  • Bedarfsnachweis: Bedürfnis für den Besitz von Waffen wird künftig alle fünf Jahre überprüft
  • Messerverbotszonen: Landesregierungen können auf bestimmten öffentlichen Straßen, Wegen, Plätzen, Gebäuden oder Flächen sowie Jugend- und Bildungseinrichtungen das Führen von Waffen und Messern mit einer Klingenlänge über vier Zentimeter verbieten oder beschränken. Ausnahmen können bei berechtigtem Interesse, z.B. für Inhaber waffenrechtlicher Erlaubnisse, Personen die Messer in Zusammenhang mit Brauchtumspflege oder der Ausübung des Sportes führen, erlassen werden.
  • Nationales Waffenregister: Markierung wesentlicher Waffenteile und die Meldung an das Nationale Waffenregister
  • Magazine: Begrenzung der Magazingröße bei Langwaffen auf maximal zehn Schuss, bei Kurzwaffen auf 20 Schuss. Alle Magazine werden erlaubnispflichtig, nicht nur diejenigen für halbautomatische Waffen.

 

Das Gesetz wird vermutlich Anfang des kommenden Jahres in Kraft treten.

Peter Glinski Jägerverein Lahn-Ohm.

 

Ich wünsche allen Lesern und Mitgliedern des Jägervereines ein schönes und friedvolles Weihnachtsfest und einen guten Rutsch in nächste Jahr.

 

Waidmannsheil.

 






 

"JÄGERLEBEN" Fernsehserie

Veröffentlicht von Peter Glinski

"Jägerleben" – Neue Jagd-Serie auf DMAX startet bald

 
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Am 29. November um 22.15 Uhr wird DMAX eine Sendung mit dem Namen „Jägerleben“ ausstrahlen. Dabei handelt es sich um eine erste Folge, weitere Episoden sind ab Ende Februar geplant. Mehrere Jäger werden in ihrem Revieralltag begleitet und zeigen verschiedenste Jagdarten. Von der Gänsejagd am Lockbild bis zum Hirsch im Gebirge, soll ein breites Spektrum der Jagd dargestellt werden. Wir haben das Kamerateam und den Produzenten Philipp Dinkel bei einem Drehtag in der Nähe des Tegernsees begleitet und hinter die Kulissen geblickt. Förster Hannes Deininger ist an diesem Tag der Protagonist.

 

Ideen für das Format

Deininger erklärt der Kamera – und damit den Zuschauern, in welchem Zusammenhang die Jagd und die Forstwirtschaft stehen, zeigt welche Auswirkungen Verbiss hat und wie dieser ermittelt wird. Im Interview erläutert Produzent Philipp Dinkel, der selbst Jäger ist, wie er zu der Idee für das Format kam und wie er die Protagonisten ausgewählt hat. Kameramann Boris Baczynski schildert seine Erfahrungen beim Dreh mit den Jägern und Hannes Deininger erzählt, weshalb er sich zum Dreh bereit erklärt hat. Im Video finden Sie die jeweiligen Interviews und einige Eindrücke vom Dreh.

 

Erlass zur Änderung der Schalenwildrichtlinie

Veröffentlicht von Andreas Oppermann

In der Ausgabe 29 des Staatsanzeiger des Landes Hessen wurde vom Hessische Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz ein Erlass zur Änderung der Richtlinie für die Hege und Bejagung des Schalenwildes in Hessen veröffentlicht.

Näheres dazu auf den Seiten des Landesjagdverbandes Hessen.

Der Erlass findet sich im Original in diesem Auszug ab Seite 10: PDF.

Die ursprüngliche Richtlinie wurde in der Ausgabe 09/2019 veröffentlicht, ab der ersten Seite in diesem PDF.